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Warum die neue WhatsApp-Sicherheitslücke niemanden juckt

WhatsApp wurde gehackt – jetzt das neuste Update installieren und erfahren, warum Threema und Telegram ein tristes Dasein fristen.

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Bevor du weiterliest, solltest du rasch das neuste Update für WhatsApp installieren. Der Messengerdienst wurde Anfang Woche gehackt und Angreifer können mit nur einem Anruf – der nicht einmal entgegengenommen werden muss – Spyware auf ungeschützte Telefone schleusen.

So weit, so unschön. Der Vorfall scheint all jenen Recht zu geben, die WhatsApp den Rücken kehrten und sich Alternativen wie Threema oder Telegram zuwandten, oder wohl eher: den Rücken schon immer kehren wollten. Von meinen 500 WhatsApp-Kontakten nutzen jeweils rund 40 Threema und Telegram. Und, so viel sei verraten, es sind nicht 80 meiner Kontakte, die WhatsApp abgeschworen haben.

Was ich damit sagen will: Solange Nutzer*innen nur wechseln wollen, es aber nicht tun, solange bleibt WhatsApp auch das erste Ziel für Spyware und andere Trojaner. Aber warum ist der Wechselwille trotz anhaltender Datenschutz- und Sicherheitsdebatten noch geringer als bei Krankenkassen? Es ist der Gruppen-Druck. Mittlerweile existierten so viele private wie berufliche WhatsApp-Gruppen, die es einem verunmöglichen, den Messengerdienst zu quittieren.

Dem Gruppendruck getrotzt hat die Zentralschulpflege Winterthur. Die Behörde untersagte ihrem Lehrpersonal die Kommunikation über WhatsApp untereinander sowie mit Eltern. So nachvollziehbar der Entscheid aus Datenschutzgründen ist, so falsch ist er punkto Aus- und Weiterbildung. Französischlehrer*innen wird schliesslich auch nicht untersagt, sich in Paris fortzubilden. Wissen aus erster Hand ist entscheidend, um aktuelle Themen wie die frisch entdeckte Sicherheitslücke im Unterricht zu thematisieren und den Schüler*innen unter anderem mitzugeben, dass nur stete Software-Updates ihre Daten schützen.

Aktuelle Leseempfehlungen zum Thema:

Wenn sich WhatsApp schon nicht vermeiden lässt, lohnen sich Alternativen trotzdem – zum Beisipel zur Diskussion mit spezifischen Peergroups.

Hacker Whatsapp Sicherheit
 

Ein Anruf verpasst und schon war das Telefon gehackt? Das ist ein durchaus realistisches Szenario.

Mann telefoniert, Sicherheitslücke Whatsapp
 

«Apple sei nur gegen Hobby-Attacken geschützt, aber gegen Professionelle praktisch machtlos», so ein anonymer Sicherheitsspezialist zu «Vice».

iPhone zerbrochen, Sicherheitslücke Whatsapp
 

Begründet wird das Verbot damit, dass die datenschutzkonforme Nutzung nicht möglich ist. Hintergrund: Alle Telefonkontakte werden auf WhatsApp-Servern statt nur auf dem eigenen Telefon gespeichert.

Winterthur verbietet Whatsapp am Schulen
 

 

Tags: Kommunikation, Digitalisierung