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Wie Sie mit kuratierten Inhalten die eigene Marke stärken

Kuratoren prägen, wie wir Kunst konsumieren oder welche Filme wir an Festivals schauen sollen. 

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Auch die Musikbranche hat das Kuratieren für sich entdeckt - so bringen es die bekanntesten kuratierten Playlists von Apple und Spotify auf Millionen von Followers und treiben damit digitale Geschäftsmodelle voran - wenig überraschend daher, dass es hier analog zum Fussball bereits einen Kampf um die Besten der Branche gibt.

Der Facebook-Post mit Katzenbild, die Artikelempfehlung oder das Album mit den neuesten Urlaubsfotos sind auch eine Form von Kuratierung. Zugrunde liegt ihr die Auswahl von verschiedenen Inhalten zu einem Thema und deren Verteilung an verschiedene Empfänger. Soziale Netzwerke führen dazu, dass heute jede/r Inhalte auswählen, kommentieren und publizieren kann. Während einige Journalisten diese Entwicklung mit Stirnrunzeln betrachten, zeigt «Content Curation» heute seine wahre Stärke vor allem darin, die Aufmerksamkeit der Konsumenten in der digitalen Welt zu gewinnen, indem Kuratoren mit ihren regelmässigen Publikationen Orientierung im digitalen Urwald geben. Ob dank Branchennewsletter oder Instagram-Influencer, Leser kuratierter Inhalte bleiben heute auf dem laufenden über neue Trends, Hintergründe oder interessante neue Produkte.  

Die digitale Reizüberflutung

Der moderne Kunde hat keine Lust mehr, darauf zu warten, bis ihm von einem Unternehmen gesagt wird, wofür er sein Geld auszugeben hat. Der «Kunde 2.0» sucht sich seine Informationen selber aus allen möglichen Quellen zusammen und bildet sich daraus seine eigene Meinung. Laut einer Studie gehören insbesondere Kundenbewertungen und die Homepage des Anbieters zu wichtigen Instrumenten, bevor eine Kaufentscheidung getroffen wird. Dafür reicht Werbung alleine nicht mehr aus. Dass diese einen schweren Stand hat, Benutzer anzusprechen, zeigt die Nutzung von Ad-Blockern und das Überspringen von Werbung im Digital-TV.

Als Antwort darauf betreiben zahlreiche Unternehmen heute «Content Marketing». Die Kuratierung nimmt darin einen wichtigen Stellenwert ein, wenn es darum geht, regelmässig und auf mehreren Kanälen gleichzeitig für verschiedene Zielgruppen relevante Inhalte bereit zu stellen. Denn ständig eigene Inhalte zu erstellen, erfordert viel Aufwand und ist dementsprechend teuer.

Was ist «Content Curation»?

Ob auf Musikdiensten, im Museum oder im Internet: allen Kuratorinnen und Kuratoren ist gemeinsam, dass sie aus einer Vielzahl unterschiedlicher Quellen die qualitativ hochwertigsten und relevantesten Stücke heraussuchen und einem Publikum als interessanten Mix von Meinungen und Formaten zugänglich machen. Statt also nur eigene Inhalte zu erstellen, gewinnt man durch «Content Curation» in Kombination mit «Content Creation» an Geschwindigkeit.

Das ermöglicht Unternehmen, sich als Meinungsführer zu positionieren, oder im Sinne eines Storytellings kanalübergreifend mit ihrer Zielgruppe in den Dialog zu treten. Beratungsunternehmen und grosse Technologiefirmen haben dies längst erkannt und versuchen, mit Texten, Infografiken, Studien und Beiträgen in sozialen Medien Trendthemen wie Blockchain oder künstliche Intelligenz zu besetzen und dadurch Beziehungen zu neuen Kunden aufzubauen.

Das steigert die Glaubwürdigkeit der Kommunikation beim Empfänger, weshalb sich Kuratierung nicht nur als MIttel im Absatzmarketing, sondern generell in der Kommunikation zu verschiedenen Anspruchsgruppen entwickelt hat: zu Interessenten gleichwohl wie zu Kunden, Mitarbeitern, Influencern, Peers oder zu Mitgliedern von Vereinen oder Communities.

 


Qualitätsmerkmale einer guten Kuration

  • Abwechslungsreiche Quellen, auch abseits der naheliegendsten Websites
  • Eine vielseitige inhaltliche Auswahl, aber auch ein deutlicher roter Faden
  • Der eigene Kommentar, eine Zusammenfassung oder Einordnung für die Empfänger
  • Regelmässigkeit - wobei die Frequenz und Anzahl an Artikeln zum Thema passen sollte
  • Nutzung der Reichweite auf eigenen Plattformen und Kanälen, um kuratierte Inhalte effizient zu verteilen

Wer ist der beste Kurator im ganzen Land?

Manche Menschen haben das «Kuratoren-Gen» ganz einfach: bewusst oder unbewusst nehmen sie Informationen aus verschiedenen Quellen und verbreiten sie weiter. Dabei wählen Sie aus, fassen zusammen und leiten persönliche Erkenntnisse für die Empfänger ihrer Kommunikation ab.

Unternehmen, die das Kuratieren von Inhalten in ihre Content-Marketing-Strategie aufnehmen wollen, brauchen daher in erster Linie «Experten» oder interessierte Menschen, die einem Thema eine grosse und langjährige Leidenschaft entgegenbringen. Das befähigt diese Personen, die «Spreu vom Weizen» zu trennen. Diese «menschliche» Filterfunktion und der stete, persönliche Austausch mit den Empfängern erlaubt diesen Kuratoren dann, für sich oder das Unternehmen, welches sie repräsentieren, Glaubwürdigkeit und Relevanz aufzubauen - und damit letztendlich die eigene Marke zu stärken.  

Tags: Kuratieren