Gratis und schnell eingerichtet: Virtuelle Treffen für Familien und kleine Teams während der Corona-Krise

Reto Vogt Reto Vogt on 19. März 2020 14:10:31 MEZ

In Zeiten von Covid-19 und Corona heisst es: zu Hause bleiben, damit sich möglichst wenig Menschen anstecken. Dieser Blogpost gibt Tipps und Tricks, wie Sie trotzdem in Kontakt mit Arbeitskollegen und Familie bleiben.

Das heisst aber nicht, dass Sie deswegen auf soziale Kontakte verzichten müssen. In diesem Blogpost zeigen wir kostenlose Möglichkeiten, um sich von mehreren Standorten schnell und unkompliziert per Videotelefonie auszutauschen. Unter der Lupe sind die drei Tools Jitsi, Whereby und Zoom.

 

scope stand upWir bei Scope treffen uns schon seit vier Jahren jeden Morgen um 9.15 Uhr zum teil-virtuellen «Stand-Up-Meeting» u.a. mit unseren Entwicklern in Belgrad.

 

Skype, Facetime und Videotelefonie via WhatsApp sind bekannt, haben aber alle einen entscheidenden Nachteil: Sie sind auf 1:1-Kommunikation ausgelegt. Was aber, wenn Papa in Bern, die Schwester in Gstaad und das Grosi in Steffisburg sitzen und sich alle auf einen kurzen Schwatz treffen wollen, weil sie sich wegen Lockdown und Corona nicht persönlich sehen können? Oder das derzeit auf Home-Offices verteilte Team eine virtuelle Kaffeepause oder ein Business-Meeting abhalten will?

 

Jitsi, Whereby und Zoom sind schnell eingerichtet, für alle verständlich und kostenlos

Weil sich mit Computersachen nicht alle Familien- resp. Teammitglieder gleich gut auskennen, brauchts eine möglichst einfache Lösung für Gruppen-Videotelefonie. Das bieten zum Beispiel Whereby und Zoom. Beide sind per Browser oder mobilen Apps nutzbar. Videomeetings ganz ohne Registrierung gibt's bei Jitsi: Link öffnen, «Go» klicken, automatisch generierte URL an die Teilnehmenden verschicken und los gehts.

 


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Gute Erfahrungen gemacht haben wir mit dem norwegische Whereby, ebenfalls ein sehr simples Tool, dessen Funktionalitäten über Ad-Hoc-Meetings hinausgehen. Man reserviert sich eingangs einmalig den Namen des Raums (zum Beispiel whereby.com/familiemoser) und koppelt ihn an eine Mailadresse. Solange man den Raum nicht explizit schützt, kann danach jedes Mitglied der Familie Moser jederzeit im Browser oder per App auf die Seite gehen, und los geht’s. Bei Whereby sind bei unbegrenzter Gesprächsdauer bis zu 4 Teilnehmende kostenlos. Natürlich werden dabei nicht Personen, sondern Geräte gezählt – es können also auch vier ganze Familien vor vier Laptops sitzen. Wer noch nie Videokonferenzen ausprobiert hat, dem empfehlen wir eher Whereby.

 

Zoom für Fortgeschrittene, Whereby für Anfänger, Jitsi für Ad-Hoc-Meetings

Zoom ist dagegen das Profi-Tool, das es auch in einer Gratis-Version gibt. Es ist etwas komplizierter aufzusetzen, hat dafür aber auch deutlich mehr Funktionen. Zoom erlaubt auch bei Gratis-Accounts bis zu 100 Teilnehmende, dafür aber nur während 40 Minuten. Für den Einsatz im Business ist das ein Unding, weil man zahlende Kunden damit darauf hinweist, dass man sich keine 13.99€ pro Monat leisten wollte – für die Familie dagegen ist die Nutzung der kostenlosen Version überhaupt kein Problem. 

 


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In beiden Fällen sollte die Familie die Person delegieren, die sich am besten mit dem Internet auskennt (aber diese Person ist ja meist eh schon seit Jahren «im Amt» und sich dessen auch sehr bewusst). Sie sollte die kostenlose Registrierung vornehmen. Beide Tools setzen natürlich einen einigermassen zügigen Internetzugang sowie Webcam und Mikrofon bei allen Teilnehmern voraus.

 

Gratis registrieren und los gehts

Nach erfolgter Registrierung verschicken Sie den Link zum neueröffneten Meeting-Raum an Ihre Familie oder Teammitglieder und vereinbaren einen Zeitpunkt für das virtuelle Treffen. Um Frust bei der ersten echten «Konferenz» zu vermeiden, lohnt es sich, mit jedem «Standort» bzw. Gerät einen kurzen Test zu machen. Und für alle Fälle steht zu jeder Zeit eine Chatfunktion zur Verfügung, über die man sich schriftlich austauschen kann. Ebenso ist es möglich, die Anzeige seines Bildschirms mit den anderen zu teilen.

Erfahrungsgemäss gibt es bei Videokonferenzen genau zwei Probleme: Bild und Ton. Oft liegt es daran, dass man seit einigen Jahren aus Datenschutzgründen jedem Tool zuerst explizit Zugriff auf seine Kamera und sein Mikrofon geben muss. Was sinnvoll gedacht ist, wird hier oft zur Hürde. Wer beim Einrichten seines Rechners mal gedacht hat: «Die Kamera will ich nie nutzen, auf die verbiete ich den Zugriff», der muss jetzt allenfalls in den Windows-Einstellungen suchen, bis er oder sie das wieder zurückdrehen kann auf die Vorgabe-Einstellung, dass die App nachfragt, ob sie die Kamera nutzen darf.

Alternativ dazu hilft oft die Installation eines neuen Browsers (oder ein neues Chrome-Profil für die Fortgeschrittenen), um den Zugriff auf Kamera und Mikrofon neu zu erlauben. Gegen eine schlechte bzw. langsame Internetverbindung schafft ein Netzwerkkabel oder zumindest die Verringerung der Distanz zum WLAN-Router Abhilfe.

 

kamera

In Windows 10 lassen sich die Berechtigungen der Kamera unter Einstellungen / Kamera bestens konfigurieren.

 

Mögliche Einsatzbereiche für berufliche oder private Videokonferenzen

  • Virtuelle Kaffeepause mit allen Kolleginnen und Kollegen im Home-Office
  • Ad-hoc Austausch im Team oder mit ausgewählten Kolleg*innen über die nächsten Arbeitsschritte
  • Abendlicher Schwatz mit Eltern und Geschwistern statt Familientreffen
  • Virtuelles Geburtstagsständchen, weil eine Geburtstagsparty abgesagt werden musste:

50_Zoom_pixeledSpontanes Zoom-Meeting, um zum 50. Geburtstag zu gratulieren. Die eigentlich geplante Feier musste wegen des Coronavirus abgesagt werden.

 


Wer Hilfe beim Einrichten braucht: Ich bin in meinem Whereby-Raum nach einer Voranmeldung per E-Mail zu finden und helfe gern. Fragen Sie ohne Scheu und Verpflichtung nach Unterstützung, wenn nötig.


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Topics: Digitale Kommunikation, Internet